Praxisfälle / Ergebnisse

Hier haben wir für Sie typische Praxisfälle und Ergebnisse zum Personal-Strategy-Profile zusammengestellt.

Praxisfall: Navigieren durch die Krise – als Vorbild führen

Ausgangssituation
Durch einen finanziellen Engpass im Konzern droht der Stillstand im Werk. Der Produktionsmanager einer großen Anlage muss seine Mitarbeiter stufenweise an Kurzarbeit heranführen. Er weiß nicht, ob sich die Lage wieder erholen wird oder Schließung droht. Er merkt, dass seine Mitarbeiter jetzt sehr genau beobachten, wie er agiert und welche Zeichen er setzt. Seine wichtigste Frage ist: „Was und wie soll ich jetzt kommunizieren? Wie schaffe ich Sicherheit bei meinen Leuten?“

Personal-Strategy-Profile

Rückblick: Als Techniker aus einer traditionsreichen Familie von Handwerkern hat der Klient gelernt, Probleme sachlich zu lösen. In seiner Ausbildung standen vor allem naturwissenschaftliche und technische Interessen im Vordergrund. Heute führt er vier Teamleiter mit insgesamt 30 Arbeitern. Analyse aussen: In der Familie des Klienten wurde viel Augenmerk auf Bodenständigkeit, Verlässlichkeit und Handschlagqualität gelegt. Probleme wurden nicht besprochen, sondern „einfach erledigt“. Über die eigenen Befindlichkeiten wurde in der Familie kaum geredet. Analyse innen: In seinem Kern ist der Klient ein geradliniger, ehrlicher und warmherziger Mensch. Er erkennt sehr genau, wie es den anderen geht. Seine eigenen Gefühle zeigt er aber nicht: „Das geht nur meine Familie etwas an“, meint er. Kernkompetenzen: Als Produktionsleiter trägt er stolz die Verantwortung für Mensch und Maschine. Wie seine Vorbilder löst er Probleme sachlich und pragmatisch. In Stresssituationen „poltert“ er ab und zu, um sich durchzusetzen. Im Coaching spricht er erstmals über seine eigenen Gefühle. Er erkennt, wie er seine bisher versteckten Beziehungsqualitäten einsetzen kann, um in der Krise Sicherheit und Motivation zu signalisieren. Vision: In der gegenwärtigen Situation ist der Schlüssel zum Erfolg für alle, wie stark der Produktionsleiter als Vorbild agiert. Wir planen, dass er in der Krise viel öfter Gespräche mit seinen Teamleitern und Mitarbeitern führen wird, um Präsenz und Anteilnahme zu zeigen. Auf der sachlichen Ebene wird er verstärkt auf eine präzise Auftragsklärung, Zielvereinbarung und Kontrolle achten. Auf der Beziehungsebene wird er viel offener und in angemessenem Umfang auch über seine eigene Unsicherheit zu den weiteren Entwicklungen sprechen. Damit wirkt er als Vorbild und stärkt das "Wir" und den Teamgeist aller Mitarbeiter.

Ergebnis
Für ein erfolgreiches Navigieren durch die Krise ist die Vorbildwirkung eines Managers ausschlaggebend. Die eigene Unsicherheit anzuerkennen und gleichzeitig klar zu führen, ist eine besondere Kompetenz, die man im Coaching herausarbeiten kann. „Jetzt verstehe ich, wie ich Beziehungen erkennen und nutzen kann, um für mich und andere Sicherheit zu gewinnen!“